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Flogging Molly: „Coldplay würden wohl kaum nach uns spielen wollen“

Flogging Molly sind mit ihrer Mischung aus Irish-Folk, Punk und Rock ganz oben angekommen. Die Shows der siebenköpfigen Band reißen jeden Zuschauer mit. Nach zwei Mio. verkauften Platten und 15 Jahren Bandgeschichte, spielen sie weltweit auf den Hauptbühnen der größten Festivals und sorgen für ausverkaufte Konzerte. Heute treten sie beim Highfield Festival als Co-Headliner auf.

Wir haben Robert Schmidt, den Herrn an Banjo und Mandoline zum Gespräch getroffen:

Flogging Molly: Robert Schmidt im Interview

Robert Schmidt

Ihr spielt auf Festivals inzwischen zu den besten Slots am Abend, so wie heute als Co-Headliner. Wie verbringt Ihr eigentlich die Zeit davor? 

ch bin um drei aufgestanden, jetzt ist es sechs, also bin ich gerade dabei wach zu werden (lacht). Man versucht andere Bands anzuschauen. Ich war vorhin bei Skindred und Katzenjammer würde ich total gerne sehen. Vor der Show sitzen wir zusammen, trinken ein paar Drinks und machen uns für schick. Man sagt sich was Nettes, es gibt Küsschen und Schulterklopfer.

Was ist Eure Geheimwaffe? 

Nun es ist schwierig zu unseren Songs nicht mitzutanzen und mitzugehen. Das reißt natürlich die ganze Menge mit. Ich denke nicht, dass irgendjemand da stillstehen kann.

Was macht Ihr, wenn Ihr eigentlich mal so gar keine Lust habt aufzutreten?

Das kommt vor. Aber das vergisst man während der Show ganz schnell. Das ist es ja gerade, was ein Konzert ausmacht, dass man das ganze Leben beiseitelässt und nur die Musik genießt. Das trifft sowohl auf das Publikum wie auf die Künstler zu.

Welche Songs von Flogging Molly sind Deine Favoriten für Festivals?

Ich denke „Drunken Lullabies“ ist so ein Song, der immer funktioniert.

Ihr habt mal gesagt, Ihr würdet mit jeder Band spielen, die sich traut nach Euch aufzutreten. Das ist jetzt sieben Jahre her…

Ja, und inzwischen sind wir mit so vielen Künstlern aufgetreten, mit den Foo Fighters, mit Motörhead, mit Ozzy. Ich kann mir aber nach wie vor nicht vorstellen, dass eine Band wie Coldplay gerne nach uns die Bühne betreten würde (lacht).

Was beeindruckt dich an Festivals?

Es ist echt cool, dass es die Leute hier in Europa völlig unbeeindruckt lässt, wenn du die Bühne betrittst und es schüttet in Strömen. Sie kommen trotzdem, ohne Regenmantel und springen mit und haben den größten Spaß.

Warst Du auch mal privat von Festivals?

Als ich jung war, da habe ich tatsächlich diese Klassiker mitgenommen. Ich war am Glastonbury und Reading/Leeds. Heute verbinden wir die privaten Festivalbesuche mit unseren eigenen Auftritten. Wenn ich heute mal zuhause bin, schaue ich mir dagegen kaum noch Live-Shows an. Meistens geschieht das, wenn wir selbst gerade touren.

Wie sehen die Zukunftspläne von Flogging Molly aus?

Wir machen eine große Europa-Tour durch Deutschland, Österreich usw. Wir kommen also nach den vielen Festivals im Sommer gleich im Herbst wieder. Danach werden wird durch Kanada touren, mit Rise Against. Und das war es an Plänen fürs Erste. Wir freuen uns aber auch schon wieder auf der Clubtour vor kleineren Mengen zu spielen. Das ist etwas intimer und du hast zum Publikum einen viel näheren Draht als auf Festivals.

Vielen Dank für das nette Gespräch!

Flogging Molly – Tourtermine:

15.11.2011 Wien (A), Gasometer
16.11.2011 München, Tonhalle
17.11.2011 Zürich (CH), Komplex
18.11.2011 Saarbrücken, Garage
19.11.2011 Oberhausen, Turbinenhalle
22.11.2011 Berlin, Astra
23.11.2011 Hamburg, Große Freiheit 36
24.11.2011 Köln, E-Werk
25.11.2011 Stuttgart, LKA Longhorn